Schön, Sie wiederzusehen!

Kürzlich besuchte mich eine unserer freiberuflichen Übersetzerinnen, eine langjährige Kollegin, die nun im Ausland lebt. Bei der Planung ihres Aufenthalts hier im Büro bemerkte ich, dass ich wahrlich nicht die Einzige war, die einem Wiedersehen entgegenfieberte. So schoben mehrere meiner Kolleginnen und Kollegen in freudiger Erwartung ihres Kommens Termine in ihren Kalendern hin und her, damit sie am richtigen Tag zur richtigen Zeit vor Ort sind. In der Tat schauen unsere Freelancer inzwischen viel seltener bei uns vorbei – umso mehr schätzt man dadurch solche Ereignisse! Selbst wenn es dann auf etwas so „Aufregendes“ wie ein Gespräch bei einem Kaffee in der Büroküche hinausläuft.

Diese persönlichen Treffen sind wirklich etwas Besonderes – und waren es schon immer. Für die Übersetzungsbranche ist ortsungebundene Tätigkeit an sich nichts Neues. Bei Apostroph Germany arbeiten wir jährlich mit Hunderten Freelancern und Agenturen zusammen. Wir betrachten die externen Partner als unsere Kollegen, ohne die wir unsere Aufgaben schlichtweg gar nicht erledigen könnten. Diese Kollegen sitzen aber nicht an einem Schreibtisch gegenüber oder im Raum nebenan. Tatsächlich befinden sie sich oft nicht einmal im gleichen Land – oder auf demselben Kontinent – wie wir. Ein effektiver Austausch ist folglich noch viel wichtiger. Und wie wir im Übersetzungsgeschäft nur zu gut wissen, kann Kommunikation ab und an eine schwierige Angelegenheit sein.

Die Vorzüge eines persönlichen Treffens

Wenn man mit jemandem von Angesicht zu Angesicht redet, erreicht man eine kommunikative Tiefe, die in einer auftragsbezogenen E-Mail oder bei einem Anruf fehlen kann. Im persönlichen Gespräch nimmt man zusätzlich Gesichtsausdruck, Körpersprache und Tonfall wahr und – vielleicht am wichtigsten – begegnet einander für einen Moment auf kollegialer Ebene, um sich über die Höhen und Tiefen eines Tags auszutauschen, und zwar ganz unabhängig von einem bestimmten Projekt oder einer dringenden Deadline. Oft ist man dann in der Lage, die Perspektive des anderen besser zu verstehen, sich leichter in jemanden hineinzuversetzen und alle Gemeinsamkeiten einfacher auszuloten.

Das soll natürlich nicht heißen, dass man so etwas nicht auch über ortsungebundene Tätigkeit erreichen kann. Jeder bei Apostroph Germany, der mit externen Partnern kommuniziert, steckt viele Gedanken und jede Menge Energie in die Qualität dieses Austauschs. Und wir wissen es sehr zu würdigen, wie gut dies in beide Richtungen funktioniert. Die oben erwähnte Kollegin etwa gehört zu unseren freiberuflichen Topübersetzern, da sie sich stets darum bemüht, ein Projekt auch aus der Sicht des zuständigen Projektmanagers nachzuvollziehen, selbst wenn Tausende Kilometer zwischen ihnen liegen. So kann – und muss – es laufen.

Miteinander vernetzen und verbinden

Nichtsdestotrotz schätzen wir die Gelegenheit für ein persönliches Treffen sehr und freuen uns besonders darauf, erneut an Branchenevents teilzunehmen, zumal wieder mehr davon direkt vor Ort stattfinden können. Apostroph Germany ist aktives Mitglied verschiedenster Branchenverbände. Dazu zählen unter anderem die Globalization and Localization Association (GALA), die European Language Industry Association (Elia) und der Verband Qualitätssprachendienste Deutschlands e. V. (QSD), der wiederum zur European Union of Associations of Translation Companies (EUATC) gehört und mit dem Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) kooperiert. Außerdem verfügen wir über ein starkes lokales Netzwerk in Norddeutschland, das Organisationen wie die Hamburg School of Ideas e. V. einschließt, bei der Kolleginnen von mir im kommenden Jahr Vorträge über Gendern und über Rechtschreibung halten werden.

Der letzte Termin in unserem Kalender war das Nordic Translation Industry Forum, auf dem wir Kontakt zu neuen und alten Kollegen aus den nordischen und baltischen Ländern aufnehmen konnten. Die Chance auf vielversprechende neue Partnerschaften ist immer sehr aufregend, bereits bestehende Beziehungen wiederzubeleben ist aber keineswegs weniger interessant – oder weniger produktiv. Während ihres Besuchs im Büro haben meine freiberufliche Kollegin und ich eine ganze Liste mit Themen abgehandelt – so schnell konnten wir nicht einmal unseren Milchkaffee austrinken.

Sich mit unseren Freelancern treffen zu können, sich miteinander zu vernetzen und zu verbinden – ob im Büro oder auf Veranstaltungen obiger und anderer Vereinigungen – ist wirklich ein herausragender Aspekt in der gemeinsamen Arbeit hier bei Apostroph Germany. Dafür ist ein kurzes Gespräch bei einem Kaffee manchmal genau das Richtige.

Jessica Mann

Seit 2017 arbeitet Jessica Mann, selbst ehemalige englische Übersetzerin und Lektorin, als Vendor Manager bei Apostroph Germany. Dabei kommuniziert sie täglich mit einem engagierten Team von Freiberuflern und Partnern. Besonders wichtig findet sie gepflegte Beziehungen, kollaboratives Teamwork – und Kaffee.
Jessica Mann